Hi, wir sind „Sunshine“

Ich bin Nelly,

nun schon Mitte 30 und Lotte ist nun meine zweite Bretonin die über den Tierschutz in mein Leben kam.

Hier in Süddeutschland ist die Hunderasse der Epagneul Breton kaum bekannt, maximal Jäger erkennen diese Hunde, die meisten anderen nennen sie dann gerne mal „Oh was für ein süsser Mischling“
Mir war es zwar nicht wichtig ob ich einen Rassehund besitze, aber mittlerweile bin ich in das Wesen dieser Hunde einfach verliebt.

Manchmal schauen die Menschen auch komisch, da diese Hunde oft mit kopierten Ruten nach Deutschland kommen, aber ich habe mich so sehr daran gewöhnt, dass ich diesen „Wegwerfprodukten“ gerne ein gemütliches Daheim schenken möchte und da spielen Äußerlichkeiten wie eine fehlende Rute keine Rolle.

Ganz im Gegenteil es hat oft genug auch Vorteile, z.B. wird nichts vom Couchtisch gefegt oder wenn sie sich freuen gibt es kein ununterbrochen Klopfen gegen die Tischbeine oder das Bett.

Alles in allem bin ich meiner Lotte unendlich dankbar, denn sie bereichert mein Leben ungemein und ein Hund ist und bleibt ein Freund fürs Leben.

„Man versteht nur die Dinge, die man zähmt, sagte der Fuchs. Die Menschen haben keine Zeit mehr, um etwas kennen zu lernen. Sie kaufen sich alles fertig in den Geschäften. Da es aber keine Läden für Freunde gibt, haben die Menschen keine Freunde mehr. Wenn du einen Freund willst, dann zähme mich!«

»Ich suche Freunde. Was bedeutet ›zähmen‹?«

»Das wird oft ganz vernachlässigt«, sagte der Fuchs. »Es bedeutet ›sich vertraut miteinander machen‹.«

Ich bin Lotte,

ein im April 2014 geborenes spanisches Bretonenmädchen. Eigentlich heiße ich laut Ausweis „Indina“ – was zwar ein hübscher Name ist – aber Frauchen findet dass der nicht wirklich zu mir passt und dass der Name unrufbar ist.

Ich liege zuhause gerne faul rum, draußen dagegen bin ich ein echter Jagdhund. Mit meinen 35cm bin ich aber für die Zucht zu klein und an Silvster merkt Frauchen auch warum ich für die Jagd aussortiert wurde. Da liege ich dann nämlich zitternd in der Ecke und Frauchen darf mich dann beruhigen und das Feuerwerk nicht anschauen.

Seit Dezember 2016 bin ich jetzt in Deutschland, Frauchen wollte einfach nicht ohne Hund sein müssen, nachdem meine Vorgängerin zwei Monate vor meiner Ankunft an Leberkrebs verstorben ist. Zunächst war ich ihr ein bisschen suspekt, denn ich kann ziemlich kritisch schauen und irgendwie erinnere ich sie wohl an den Fuchs aus dem kleinen Prinzen.

Alles in allem finde ich, dass ich mit meinem Frauchen das große Los gezogen habe und wir machen uns nun miteinander vertraut:

»Vertraut machen?«

»Natürlich«, sagte der Fuchs. »Du bist für mich nur ein kleiner Junge, ein kleiner Junge wie hunderttausend andere auch. Ich brauche dich nicht. Und du brauchst mich auch nicht. Ich bin für dich ein Fuchs unter Hundertausenden von Füchsen. Aber wenn du mich zähmst, dann werden wir einander brauchen. Du wirst für mich einzigartig sein. Und ich werde für dich einzigartig sein in der ganzen Welt …«

Zitate aus „Der kleine Prinz“

Was es bedeutet ein Bretonenmädchen zu sein